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Bauherren müssen versichert sein

Baurecht, Finanzen, Texte, Versicherungen

Bauherren tragen für ihre Baustelle die volle Verantwortung. Auch wenn sie die Verkehrssicherungspflichten ihres Bauvorhabens an einen Bauleiter delegieren, haften Bauherren persönlich und zumeist vollumfänglich.

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ist keine gesetzliche Pflicht, dennoch wichtig und ratsam.

Auch Helfer müssen versichert sein

Die Police der Bauherrenhaftpflichtversicherung deckt Personenschäden ab, da es trotz fachgerechter Absicherung des Baus jederzeit zu Unfällen kommen kann. Meist kostet eine derartige Haftpflicht für Bauherren nicht mehr als ein Tausendstel der Gesamtbausumme und bleibt finanziell überschaubar. Sollten Freunde und andere Helfer vom Bauherren beschäftigt werden, ist es gesetzlich vorgeschrieben, auch diese Personen bei der zuständigen Bau-Berufsgenossenschaft anzumelden. Denn erst dann gilt auch für diese Helfer der Versicherungsschutz durch die Bauherrenhaftpflichtversicherung für die Folgen von Unfällen am Bau.

Versicherungskosten meist im Promillebereich

Eine Bauleistungsversicherung schützt während der gesamten Bauphase den Neubau vor unvorhersehbaren Schäden wie Hochwasser, Sturm und andere Beeinträchtigungen durch höhere Gewalt. Aber auch handwerkliche Schwierigkeiten, wie unerwartete Eigenschaften des Baugrunds, Konstruktions- und Materialfehler sowie Fahrlässigkeiten. Auch die Kosten einer Bauleistungsversicherung bewegt sich im Promillebereich der Gesamtbaukosten.

Zusätzliche Versicherungen sind ratsam

Ist der Neubau fertig und die Bauleistungsversicherung überflüssig, wird eine Wohngebäudeversicherung wichtig. Diese versichert den Bau vor Schäden wie Feuer, Rohrbruch, Sturm und Frost. Besondere Gefahren wie Hochwasser müssen dazu individuell abgesichert werden. Die Kosten einer Wohngebäudeversicherung beträgt rund 200 Euro jährlich, variieren aber je nach Region.

Fachleute raten Bauherren dazu, zusätzlich eine Lebensversicherung sowie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, um unvorhergesehenen Zwangslagen vorzubeugen. Möglich ist optional auch die Absicherung des aufgenommenen Baufinanzierungsdarlehens, um persönliche Katastrophen wie Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen.

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