Das digitale Notizbuch


Die Digitalisierung betrifft nicht nur die Verwaltungsstrukturen der Medien, sondern auch den täglichen Workflow der Reporter und Redakteure.

Insbesondere an der Basis kommt es darauf an, die digitalen Produktionsmittel effektiv zu nutzen. Verknappung von Ressourcen ist dabei nicht nur ein Wandlungsargument, sondern darf durchaus wörtlich genommen werden. Wer nach Anschaffung eines modernen Smartphones dieses lediglich als Telefon nutzt und dazu parallel mit seinen klassischen Kalender- und Notizbüchern arbeitet, hat die Digitalisierung nicht verstanden.

Verknappung wörtlich nehmen

Verknappung sollte durchaus wörtlich genommen werden – und Notizbücher und Kalender zuhause bleiben. Das Smartphone lässt sich nämlich durchaus wie ein echtes Notizbuch nutzen. Praktisch, um jederzeit Gedanken und Aufgabenlisten festzuhalten oder sogar schnelle Skizzen zu zeichnen. Möglich ist dies auf allen gängigen Geräten und ohne auf teure Anwendungen in den App-Stores zugreifen zu müssen.

Das digitale Notizbuch auf allen Geräten

Die bekanntesten und effektivsten Apps für Notizen sind Evernote und OneNote aus dem Office-Paket von Microsoft. Daneben gibt es unzählige Alternativen für Apples iOS– oder der Android-Plattform. Die meisten dieser Alternativen kosten nicht einmal Geld, sondern sind völlig kostenlos zu haben. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Notizen auf Papier liegen auf der Hand: Auf die angelegten Notizen kann plattformunabhängig, also durch entsprechende Software-Pendants auch auf dem Desktop oder Tablet, zugegriffen werden – und dazu in Text-, Bild- oder Audioform, die miteinander kombiniert werden können. Anders als bei Papiernotizen wird die Organisation ungemein erleichtert. Eine große Anzahl von Apps bietet die Möglichkeit, digitale Notizen mit Schlagwörtern zu versehen und somit immer schnell wieder zu finden.

Nicht alle Daten gehören digitalisiert

Einige Apps wandeln sogar die Handschrift des Zeichenmodus in Maschinenzeichen um, was eine spätere Bearbeitung erleichtert. Allerdings ist diese Technik, insbesondere bei Nutzern mit sehr eigener Handschrift, ziemlich fehleranfällig. Für handschriftliche Notizen und Zeichnungen eignen sich Touchscreen-Stifte, die auch ein wesentlich angenehmeres Schreibgefühl vermitteln, als die Eingabe über den eigenen Finger. Allerdings sollte überlegt werden, welche Daten als digitale Notiz angelegt werden können. Sensible Kunden- und Firmendaten gehören nicht in das Smartphone. Da die meisten Apps bereits aufgrund des plattformunabhängigen Datenaustausches auf Clouds zurückgreifen, sind auch Notiz-Apps Ziele von Hackerangriffen. Dazu raten viele Entwickler, eigene Notizen mittels Passwörtern zu schützen. Viele Anbieter synchronisieren und schützen ihre Nutzer bereits durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Jedoch im Vergleich zu Papiernotizen, die häufig in Vergessenheit geraten oder verloren gehen, gibt es zu digitalen Notizen keine Alternative mehr.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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