Das Glück in der Papierlosigkeit

Das Glück in der Papierlosigkeit


Jeder Bundesbürger verfügt immer noch über durchschnittlich sieben Ordnern mit Papierdokumenten. Staubintensive Sammlungen, auf die heute schon durch Papierlosigkeit verzichtet werden kann.

Laut einer Bitkom-Umfrage sammelt bereits jeder dritte Internetnutzer seine Unterlagen digital, mit steigender Tendenz.

Digitale Dokumente sind sauberer, leichter, schneller und günstiger

Bereits 25 Prozent der Befragten digitalisieren selbst, fotografieren oder scannen regelmässig ihre Papierdokumente und wichtige Korrespondenzen, um diese dann digital zu speichern. Doch dieser Trend liegt nicht nur an den Nutzern, sondern auch aufgrund bestehender Möglichkeiten moderner Technik. So sind leistungsfähige Scanner mit Einzelblatteinzug längst auch für Privatanwender erschwinglich geworden. Auch über Cloud-Anbindung verfügen immer mehr Nutzer, ebenso werden solche Tools und Apps populärer, mit denen gescannte Dokumente sicher aufbewahrt, verschlagwortet und intelligent organisiert werden. Vorteil gegenüber den analogen Papierordner ist nicht nur die Platzersparnis, sondern auch die smarten Möglichkeiten, benötigte Unterlagen aufgrund der Verschlagwortung wieder schnell und unkompliziert aufzufinden.

Privatanwender mißtrauen der Cloud

Von den rund 28 Prozent aller Bundesbürger, die Dokumente digital verwalten, speichert die Mehrheit von 90 Prozent alle Unterlagen zentral auf der Festplatte ihres PCs oder Laptops ab. Knapp 30 Prozent aller Nutzer verwenden zusätzlich externe Datenträger wie USB-Sticks, CD-ROM oder externe Festplatte, jeder Zweite nutzt außerdem, zumindest in Teilbereichen, Cloudspeicherdienste wie Dropbox, iCloud oder OneDrive. Dennoch nutzen 69 Prozent aller Internetnutzer weiterhin Dokumente auf Papier und verwalten diese grundsätzlich weiterhin auch analog. Fast die Hälfte davon misstrauen ausschließlicher Digitalisierung aufgrund von Sicherheitsbedenken und befürchten, dass Dritte Einblick nehmen könnten. 20 Prozent befürchten, dass innerhalb der Digitalisierungsprozesse wichtige Unterlagen verloren gehen könnten und 27 Prozent befürchten, bei digitalen Dokumenten über keine Rechtssicherheit zu verfügen.

Staat bietet schlechtes Vorbild

Dabei haben mittlerweile digitale Rechnungen und Verträge denselben Wert wie ein Dokument aus Papier. Viele Unsicherheiten bestehen jedoch auch, weil viele Behörden und Verwaltungen auch immer noch einen klassischen Papierbetrieb. Der Staat selbst nimmt in Sachen Digitalisierung immer noch sehr ungenügend seine Rolle als Vorbild wahr und verunsichert, weil dem Bürger keine Aufklärung geboten wird.

Fachleute erwarten Boom bei ECM-Lösungen

Aufgrund des steigenden Interesses von Privatnutzern an digitalen Lösungen bereiten sich besonderen Softwarehersteller und Anbieter von Dienstleistungen auf einen privaten-, kleinen- und mittelständischen Digitalisierungsboom ein. 84 Prozent aller Unternehmer, die Enterprise Content Management (ECM) Lösungen entwickeln und anbieten, gehen im laufenden Jahr von steigenden Umsätzen aus. Allerdings gibt es momentan kaum überzeugende Lösungen im Bereich der ECM-Privatanwendungen – wenn auch unbestritten ist, dass ein papierloses Büro im Augenblick noch dringlicher ist, als ein papierloses Arbeitszimmer. Sicher ist jedoch, dass die Digitalisierung auch in Privathaushalten nicht aufzuhalten ist.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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