Die HEMINGWRITE

Das größte Problem für Schriftsteller ist die Ablenkung vom eigentlichen Schreibprozess. Darüber berichten nicht nur Nachwuchsschreiber, diese Tatsache wird auch von gestandenen Autoren eingeräumt.

Die Serie

Verschiedene Modelle des innovativen Schreibgerätes. (Foto: Entwickler)

Und auch jeder andere, der sich kreativ auf einen Text konzentrieren musste weiß, wie leicht es ist, von äußeren Einflüssen verführt zu werden und mitsamt der eigenen Fantasie abzuschweifen. Träumereien sind eine Verschwendung von Zeit und der riskante Einsatz von Ideen, die unwiderruflich zu zerrinnen zu drohen, bevor sie zu Papier gebracht wurden. Gefährlich!
Im IT- und Internet-Zeitalter wurde alles noch komplizierter und gefährlicher. Nun drohen nicht nur Einflüsse von außen, sondern auch von innen – direkt aus den Schreibmaschinen heraus: Komplizierte Techniken, bunte Symbole, verspielte Apps und die Verlockungen des Internets, welche meistens nur einen Mausklick von der Arbeitsfläche entfernt sind.
Aber keine Panik – sind wir doch im „Internet of Things“ angelangt.

Hemingwrite„,

ein amerikanisches Kickstart-Projekt, verspricht die Rückkehr zum puritanischen Schreibgenuss.
Die „Hemingwrite“ ist sozusagen eine Tastatur im klassischen Schreibmaschinen-Design, die als technische Innovation lediglich ein e-Paper-Display und eine Cloud-Backup-Anbindung bietet. Abgerundet wird dieser kreative Arbeitsplatz durch eine mechanische Tastatur, die das Schreiben mit einem haptischen Genuss verbindet, der für sich alleine bereits zum Schreiben motiviert. Außerdem steht eine USB-Buchse zur Verfügung, die den Zugriff auf sämtliche Texte bietet und die Ladung der Akkus ermöglicht. Nach dem Anschalten des „Hemingwrite“ kann sofort geschrieben werden – keine Ladezeiten, kein Browser, keine App, die erst gestartet werden muss. Eine Akkuladung soll rund einen Monat halten; dank der stromsparenden e-Paper-Technologie und soweit die WLAN-Funktion lediglich für Backups genutzt wird und ansonsten deaktiviert wird.

Entwickelt

wurde die „Hemingwrite“ von Adam Leeb und Patrick Paul, die für ihre Erfindung bis Anfang Januar Geld gesammelt haben und mittlerweile mitten in der Produktion der ersten Serie stecken. Die Tastatur wird übrigens in Deutschland hergestellt und soll zu den besten Tasten der Welt gehören, wie die beiden Macher betonen. Unterstützte Cloud-Dienste sind bisher Google Drive, Evernote, Dropbox, iCloud, Microsoft OneDrive, ownCloud sowie SpiderOak. Und selbstverständlich wird für den deutschen Markt auch ein deutsches Tastenlayout verwendet, wie auch für zahlreiche weitere Sprachen.

Die erste Serie besteht aus rund 1000 Geräten, die jeweils für ca. € 450 direkt bei den Entwicklern zu bekommen sind. Sobald die reguläre Serie den deutschen Markt erreicht hat, werden die „Hemingwrite“-Geräte für rund € 500 zu haben sein.

Weitere Informationen gibt es direkt auf der „Hemingwrite„-Website sowie via facebook!

jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

Dies könnte Sie auch interessieren

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

wpDiscuz

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen.

%d Bloggern gefällt das: