Die Mitflugzentrale als schnelle Alternative


Immer stärker werden Mitflugzentralen in Deutschland genutzt. Anfangs hauptsächlich für Rundflüge genutzt, buchen mittlerweile auch immer mehr Geschäftsleute und Selbstständige diese „alternativen“ privaten Linien für gezielte Verbindungen.

Anzeichen einer zunehmenden Professionalisierung smarter Dienstleistungen.

Idee der Mitflugzentrale nicht neu

Dabei ist die Idee, private Flüge zu teilen, nicht neu. Eigentlich haben schon die ersten Flugpioniere dann und wann Passagiere mitgenommen, um Kosten zu teilen. Neu ist nun, dass auch etablierte Unternehmen wie die Allianz, Boeing oder Jeppesen Mitflugzentralen wie Wingly unterstützen. Gerade in Zeiten des immer unzuverlässigeren Nahverkehrs sind Mitflugmöglichkeiten eine attraktive Alternative.

Nur die Gesamtkosten werden geteilt

Die Allianz-Tochter „Allianz Global Corporate & Speciality“ ist einer der größten Luftfahrtversicherer der Welt und bietet seit kurzem eine Zusatzversicherung für Mitflüge an. Damit wird auf Kundenwünsche reagiert, denn manche Interessenten zweifeln an der Sicherheit privater Flüge. Rechtlich ist aber hinsichtlich Mitflugzentralen mittlerweile alles geklärt. Ab August 2016 regelt eine neue EU-Verordnung die private Personenbeförderung in der Luft. Allerdings hat das Luftfahrtbundesamt gemeinsam mit dem übergeordneten Bundesverkehrsministerium festgeschrieben, dass Privatpiloten durchaus auch Passagiere gegen Bezahlung mitnehmen dürfen – allerdings nur zum Selbstkostenpreis. Dass heißt, dass die Gesamtkosten des Fluges durch die Anzahl der Passagiere inklusive Pilot geteilt werden.

Erst seit kurzem Rechtssicherheit

Verunsicherung gab es zuvor besonders hinsichtlich der Werbung. Privatpiloten, die für ihre Flüge warben, bewegten sich auf einer rechtlichen Grauzone. Ganz wichtig ist aber auch heute noch, dass niemand kommerziell sein darf – ansonsten droht bei Privatpiloten der Versicherungsschutz. Durch die erwähnte Zusatzversicherung der Allianz besteht nun auch für Skeptiker Handlungssicherheit.

Bald größte Luftfahrtgemeinschaft Europas

Bei Wingly können Privatpiloten ihre Strecken und Flüge auf einer Plattform einstellen. Mitflieger müssen sich dort lediglich registrieren und können dann buchen. Die Bezahlung erfolgt per Paypal oder Kreditkarte. Wingly startete vor mehr als einem Jahr mit lediglich 700 Piloten in Deutschland, mittlerweile machen rund 5000 Piloten mit. Auf der Nutzerseite stehen rund 60.000 potentielle Mitflieger. Bis Ende des Jahres möchte Wingly jedoch mit rund 100.000 Mitglieder die größte Luftfahrtgemeinschaft werden – europaweit.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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