Die Optimierung des Sparens

Das Fintech-Startup savedroid hat kürzlich eine Wachstumsfinanzierung erhalten, mit der das Nutzerwachstum ihrer Sparer-App beschleunigt werden soll.

Hinter dem Spargedanken der savedroid-Geschäftsidee verbirgt sich jedoch eine ganz andere Strategie.

150.000 Downloads innerhalb eines Jahres

savedroid iOS-App

Die als „smooves“ bezeichneten Sparregeln lassen sich bequem über die App einrichten.

Seit einem Jahr ist die App savedroid nun auf dem Markt und verzeichnet nach Firmenangaben bereits über 150.000 Downloads. Die App soll den Nutzern helfen, regelmäßig und schmerzfrei zu sparen und sich Wünsche zu erfüllen. Dafür räumt man savedroid Zugriff auf das eigene Konto ein und erstellt eigene Sparregeln, sogenannte „smooves“. Diese „smooves“ sind, wenn der Lieblingsverein gewonnen hat, sich sportliche Erfolge eingestellt haben oder der Nutzer 100 Tweets publiziert hat – dann wird automatisch ein festgelegter Beitrag vom eigenen Konto auf das persönliche Sparkonto der Wirecard-Bank savedroid transferiert. Das Guthaben lässt sich dann jederzeit zurückbuchen – oder kann über die virtuelle savedroid MasterCard ausgegeben werden.

Für Sparer völlig kostenlos

Die Anmeldung und Nutzung des Sparkontos und der App ist völlig kostenlos. Durch die Bezahlfunktion der virtuellen MasterCard werden zugunsten von savedroid Provisionen generiert. Deshalb handelt es sich bei dieser MasterCard auch nicht um eine „physische“ Karte, die auch im regulären Handel eingesetzt wird, sondern nur über eine virtuelle Karte. Diese läßt sich aber überall dort verwenden, wo eine Bezahlfunktion über MasterCard zur Verfügung steht.

Kontoanalyse nach Anmeldung

Durch den Kontozugriff, den die Nutzer nach Anmeldung savedroid einräumen, wird seit kurzem auch eine automatische Kontoanalyse durchgeführt. Dadurch ermittelt das Unternehmen, über wie viel verstecktes Sparpotenzial die Nutzer noch verfügen. Außerdem sind weitere automatisierte Analysen bestehender Verträge geplant. So sollen beispielsweise teure Stromverträge erkannt werden und den Nutzern Alternativen vorgeschlagen werden. Nimmt ein Nutzer diese Alternativen an, fließen weitere Provisionen für savedroid. Von Versicherungen ist momentan noch nicht die Rede.

Das Geschäftsmodell hat mehrere Investoren überzeugen können. Im vergangenen Jahr erhielt das Startup um den Vaamo-Gründer Yassin Hankir durch eine Seedfinanzierung eine Million Euro. Jetzt legten mehrere Investoren nach, die aktuelle Unternehmensbewertung liegt derzeit bei rund 20 Millionen Euro.

jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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