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Wissenschaft

und Psychologie

Durch die ersten zehn Minuten des Tages zum Erfolg

Psychologen sind überzeugt davon, dass sich erfolgreiche Menschen durch zehn Minuten am Tag vom Rest der Menschheit unterscheiden. Dabei handelt es sich um die ersten zehn Minuten des Tages, die für Nachhaltigkeit aller übrigen Stunden sorgen.

 

Die ersten zehn Minuten des Tages sind wichtig, um mit einem „reinen Tisch“ in den neuen Tag zu beginnen.

 

Rituale prägen die Geisteshaltung

 

Bereits Goethe empfand es als eine der wichtigsten Erkenntnisse seines Lebens, während dieser ersten Minuten eines neuen Tages den Kurs der nächsten Stunden abzustecken; unsere Einstellung und die Tagesziele zu prüfen. Dennoch bieten diese ersten Minuten nicht nur Orientierung, sondern prägen durch erste Eindrücke des bevorstehenden Tages die geistige Haltung. Ein Ritual, das nicht nur an besonderen Tagen gepflegt werden sollte, sondern zur alltäglichen Gewohnheit werden muss. Erst durch konsequente Routinen und Gewohnheiten führen zum Erfolg.

 

Skizzieren heißt visualisieren

 

Für den beruflichen Erfolg bieten sich derartige Rituale für die ersten zehn Minuten im Büro förmlich an. Wichtig ist der optimale Beginn – wem es gelingt, die morgendliche Routine entspannt zu beginnen, bestimmt nachhaltig seinen Tag. Dazu sollte pünktlich aufgestanden und ohne Hast gefrühstückt werden. Am Schreibtisch ist es dann möglich, entspannt und ohne Stress den vorherigen Arbeitstag zu skizzieren: Wo waren wir – wo sind wir – wo wollen wir hin.

 

Umgebung prüfen

 

Diese Reflektionen zu Beginn des Arbeitstages kann durchaus auch genutzt werden, um einige Minuten inne zu halten. Wer sich gleich zu Beginn in einer stressigen Situation befindet riskiert förmlich, aus dem Ruder zu laufen. Selbstreflexionen sollten jedoch nicht nur für die persönlichen Befindlichkeiten genutzt werden, sondern auch um unsere Umgebung zu prüfen: Ist die Beleuchtung optimal? Ist der Schreibtischstuhl richtig eingestellt? Liegen alle Dinge für den Arbeitstag in Reichweite? Eine ergonomische Arbeitssituation hilft, die Tagesaufgaben reibungslos erledigen zu können.

 

Aufgeräumtes Außen und Innen

 

Die meiste Zeit im Büro wird damit verschwendet, stets irgendetwas suchen zu müssen. Unordnung hat die Angewohnheit, uns stets und ständig einzuholen. Mit kleinen Ritualen, wie einer oberflächlichen Putzroutine des Arbeitsplatzes, kann dafür gesorgt werden, dass „richtige“ Unordnung überhaupt nicht erst entstehen kann. Zum Aufräumen des Arbeitsplatzes gehört natürlich auch die Organisation des Bildschirmarbeitsplatzes: Wer Ordnung hält, lenkt sich nicht mit Überflüssigem ab und sorgt dafür, den Kopf für die Aufgaben des Tages frei zu halten.

 

ToDo-Listen leben lassen

 

Man sollte sich morgens auch nicht nur mit der persönlichen ToDo-Liste auseinandersetzen – sondern diese auch begreifen und gestalten! Zum Tagesüberblick gehört auch eine lebendige ToDo-Liste – keine statische Übersicht vorhandener Aufgabe, sondern ein taktischer Plan zur Bewältigung des Arbeitsalltages. Da können dann ruhig Aufgaben verändert, angepasst, aufgeteilt, optimiert oder gelöscht werden. Schließlich arbeiten wir nicht für unsere ToDo-Liste – sondern nutzen die Liste, um erfolgreich und zielgerichtet unsere Aufgaben zu erledigen. Seine Prioritäten und Aufgaben auf den neuesten Stand zu bringen ist der erste Schritt, seine Ziele zu visualisieren. Je mehr sich mit der Liste auseinander gesetzt wird, umso mehr bleibt von der Liste im Kopf.

 

Visualisieren ist Konzentration

 

Und wer die Punkte seine Liste im Kopf hat, verfügt über die wichtigsten Komponenten, um seine Projekte und Ziele zu visualisieren. Das Bild vom „großen Ganzen“ wird dadurch nicht nur zu einer „Vision“, sondern zu einer bildlichen Vorstellung. Man bekommt die Fähigkeit, sich dadurch automatisch an den Plan zu halten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wer dadurch bereits am Morgen den Arbeitstag visualisieren kann, der erkennt die potenziellen Herausforderungen.

 

Auf dem geplanten Weg bleiben

 

Wer den Tag visualisieren kann, ahnt Ablenkungen im voraus und verfügt zunehmend über die Fähigkeit, Zeitfressern aus dem Weg zu gehen. Dazu können unnötige Meetings gehören, aber auch plauderhafte Kollegen, überflüssige Mails und SMS sowie sinnlose Ausflüge in die Welt der sozialen Medien. Wer seine Ziele kennt, verfolgt diese auch zielstrebiger. Und vergessen Sie Multitasking: Forscher der Universität Stanford haben herausgefunden, dass Multitasking unproduktiv und fehlerhaft ist. Effektiver ist es, die Punkte des Tages nacheinander abzuarbeiten.

Foto: Fabian Møller – UNSPLASH

 


PRODUKTIV:

Durch die ersten zehn Minuten des Tages zum Erfolg