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Flagge zeigen?

Kultur, Recht, Texte, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Zur Fußball-Weltmeisterschaft gehört für viele der traditionelle Autokorso und dazu die persönliche Außenwirkung in Form von Fahrzeugschmuck. Allerdings bergen Wimpel, Fähnchen und Überzieher Gefahren. Stets kommt es zu Streitfragen, welcher PKW-Schmuck erlaubt ist und wann es unzulässig wird.

Damit es nicht erst zu einem Schaden kommt, sollten Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden.

Auch Fähnchen können gefährlich werden

Seit der heimischen WM vor zwölf Jahren sind Autoflaggen bei Europa- und Weltmeisterschaften zu einem beliebten Trend geworden. Allerdings darf bei aller Begeisterung nie das Sicherheitsrisiko vergessen werden. Gerade bei Fähnchen, die mit einem Plastikstecker im Fensterspalt der Autotür befestigt sind, muss eine gewisse Vorsicht vorausgesetzt werden.

Vorsicht bei Billig-Produkten

Häufig handelt es sich bei solchen temporären Fanartikeln um Billigprodukte, die nur einige Euros kosten. Damit diese keine Schäden verursachen, die dann einige hundert Euros kosten, sollte man sich über die Gefahren bewusst sein, die durch den Flaggenschmuck entstehen können. Gerade für höhere Geschwindigkeiten sind die Flaggenstöcke nicht ausgelegt und können durchaus auf der Autobahn zu Gefahrenquellen werden. Landet das Fähnchen zwischen der Leitplanke oder im Straßengraben, lässt sich der Verlust verschmerzen – wird jedoch der Lack des nachfolgenden Fahrzeugs beschädigt, kann es teuer werden. Deshalb sollte die Flaggendeko auf Autobahnen stets entfernt werden – anschließend können die Fähnchen wieder angeklemmt werden.

Nicht immer wird reguliert

Kommt es durch die Dekoration zu Schäden, springt meistens die Kfz-Haftpflichtversicherung ein. Kommt es zu einem Einbruch an einem PKW, ist dies ein Fall für die Kaskoversicherung. Sollte sich herausstellen, dass durch den Flaggenschmuck ein kleiner Fensterspalt das Diebstahlrisiko erhöht hat, handelt es sich um einen grob fahrlässigen Schaden. In diesem Fall kann der Versicherer seine Leistung kürzen – es sei denn, es wurde ein Tarif mit Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit abgeschlossen.

Verkehrssicherheits-Pflichten auch während Events

Auch Dekoration an den Front- oder Heckscheiben sollte überdacht werden. Wird die uneingeschränkte Sicht des Autofahrers dabei eingeschränkt und kommt es dann zu einem Unfall, kann auch bei eindeutiger Schulfrage der Versicherungsschutz verweigert werden. Schließlich hat der Fahrer seine Verkehrssicherheitspflichten vernachlässigt. Aber selbst Flaggenüberzieher für Seitenspiegel können für Probleme sorge – spätestens dann, wenn die Blinker in diese Seitenspiegel integriert sind.

Geduldet – aber nicht erlaubt

Auch die Teilnahme an Autokorsos kann unter Umständen für Ärger sorgen. Obwohl diese Jubelparaden von der Polizei im Rahmen der Verhältnismäßigkeit geduldet werden, sind sie gemäß Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt. Kommt es zu Auffahrunfällen, zahlt die Kfz-Versicherung in der Regel nicht. Die Benutzung der Hupe ist nur als Warnung und bei Personengefährdung erlaubt – nicht aber um die Stimmung nach einem WM-Sieg anzuheizen. So kann durchaus nach Hupkonzerten ein Verwarnungsgeld nach sich ziehen.

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