Gut versichert im und um den Karneval


Närrisches Treiben herrscht nicht nur auf den Straßen, Lokalen und Veranstaltungsräumen im Rheinland. Wichtig vorab für Veranstalter und Teilnehmer ist die Frage, welche Versicherung in der Altweiberfastnacht bis Aschermittwoch wichtig ist.

Kurzzeitversicherungen für die närrische Zeit liegen zwar im Trend, sind jedoch nach Meinung von Verbraucherschützern zu teuer und zu gering bemessen.

Veranstalter sollten sich für alle Fälle absichern

Wenn aufgrund des schlechten Wetters der Rosenmontagszug abgesagt werden muss, ist für die Veranstalter die finanzielle Absicherung durch eine Veranstalterausfallpolice wichtig. Versichert werden damit alle Vermögensschäden, wie beispielsweise die Kosten für Catering und fest eingeplantes Personal. Manche Policen sichern auch die Sponsorengelder ab, die bei Ausfall zurückgezahlt werden müssen. Es werden aber auch mögliche Verletzungen im Publikum abgesichert, die durch das Werfen „vorher genehmigter kleiner Gegenstände“ (sprich: Kamellen) entstehen können. Für die Mitglieder der beteiligten Karnevalsgesellschaft ist im schlimmsten Fall bei entstandenen Schäden die Gruppenunfall- und Vereins-Haftpflichtversicherung zuständig. Damit werden Schäden abgesichert, die durch übliche Karnevalsumzüge drohen.

Wichtig bei „besonderen Rahmenbedingungen“ sind die Sonderversicherungen. Nehmen an einem Umzug beispielsweise Reiter mit ihren Pferden teil, müssen die Tiere durch eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abgesichert sein. Sollten dann ungeduldige und schreckhafte Tiere ausschlagen und Publikum oder Teilnehmer verletzten, sind diese dadurch auch abgesichert.

Regulärer Versicherungsschutz günstiger und sinnvoller

Die Provinzial Rheinland bietet mit dem „Jeckenschutz“ allen Karnevalsteilnehmern eine Kurzzeitversicherung an. Diese Versicherung lässt sich völlig unkompliziert mit dem eigenen Handy abschließen und gilt von Altweiberfastnacht bis zum Aschermittwoch. Diese Unfallversicherung reguliert Schäden bis 50.000 Euro, inklusive kosmetische Operationen und Krankenhausaufenthalte, zahlt bei Unfalltod eine Leistung von 10.000 Euro. Verbraucherschützer sehen diesen Schutz aber sehr kritisch. Ihrer Meinung nach sollte ein existenzieller Unfall mit mindestens 200.000 Euro abgesichert sein. Auch die Todessumme ist viel zu gering bemessen. Kurzzeitversicherungen seien außerdem alles andere als günstig.
Als Zuschauer ist man vielmehr mit einer privaten Haftpflichtversicherung sowie einer privaten Unfallversicherung gut beraten. Die Haftpflichtversicherung kommt auch für Schäden auf, die unbeabsichtigt anderen zugefügt werden.

Wichtiger als eine Kurzzeitversicherung ist der unbedingte Vorsatz, unter Alkoholeinfluss das eigene Auto auf alle Fälle stehen zu lassen. Bei Polizeikontrollen, die insbesondere im Karnevalumfeld sehr häufig und intensiv durchgeführt werden, besteht nämlich nicht nur das Risiko eines Bußgeldes, Punkteeinträgen in Flensburg und einem Führerscheinverlust, sondern bei verursachten Schäden auch empfindliche Regressforderungen seitens des Kaskoversicherers.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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