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VERSICHERUNG

Assekuranzen und Insurtechs

Gut versichert ins Berufsleben

Der 1. September ist für viele junge Menschen in Deutschland ein wichtiger Tag: Der Tag ihres Ausbildungsbeginns, somit erster Tag in ihrem Berufsleben. Im Gegensatz zu Studenten erhalten Azubis ihr erstes Einkommen und sind dadurch verpflichtet, sich selbst zu versichern

 

Die wichtigen Pflichtversicherungen sollte deshalb aber nicht vernachlässigt werden.

 

Wichtige Wahl der Krankenkasse

 

So diesen Versicherungen gehört die Krankenversicherung. Schüler und Studenten sind automatisch über ihre Eltern mitversichert – Auszubildende sind jedoch Gehaltsbezieher, da endet die Mitversicherung. Bis 14 Tage nach Antritt der Ausbildung kann der Azubi über seine künftige Kasse frei wählen. Der Arbeitnehmeranteil wird nach Anmeldung automatisch vom Bruttogehalt abgezogen – genauso wie die Beiträge zur Pflegeversicherung.

 

Vieles läuft automatisch

 

Übrigens: Wer bisher über die Eltern privat mitversichert war, kann neben der gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin eine sogenannte „Anwartschaft“ in der privaten Kasse weiterlaufen lassen um dann später problemlos und unkompliziert zurück in die PKV zu wechseln. Private Rentenbeiträge sind auch keine Pflicht und gänzlich Sache des Auszubildenden. Obwohl die gesetzliche Rente für junge Berufseinsteiger kaum reichen wird, werden weiterhin gesetzliche Rentenbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer automatisch eingezogen. So auch die Beiträge der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung: Wer nach seiner Ausbildung nicht übernommen werden sollte und arbeitslos wird, erhält dadurch bis zu einem Jahr 60 Prozent seines letzten Nettolohns.

 

Sicher ist sinnvoll

 

Nicht Pflicht, aber auch für Azubis sehr wichtig sind die „sicheren Drei“: nämlich die Privathaftpflicht-, die Rechtsschutz- sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Auf die Privathaftpflichtversicherung sollte auch im Beruf nicht verzichtet werden. Wenn nämlich, durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit, einem anderen ein Schaden zugefügt wird, können enorme Forderungen entstehen. Auch eine Rechtsschutzversicherung macht hier Sinn – solange die Eltern nicht schon rechtsschutzversichert sind; dann sind in der Regel nämlich auch die Kinder bis zum 25. Lebensjahr mitversichert.

 

Hätte, hätte…

 

Wem in seiner Ausbildung etwas passiert, ist meistens arm dran: Berufseinsteiger erhalten in ihren ersten fünf Berufsjahren kein Geld aus der gesetzlichen Rentenkasse, wenn es zu einer Berufs- oder Arbeitsunfähigkeit kommt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann dann bereits für Auszubildende wichtig werden.

Foto: mlinderer – PIXABAY