HEINZ STRUNK – Sie nannten ihn Dreirad

Heinz „Heinzer“ Strunk, Ausnahme- und Alltagskomödiant aus dem bedauernswerten Harburg präsentiert ein aktuelles Werk: Bei „Sie nannten ihn Dreirad“ handelt es sich um eine Sammlung von 12 Elektro-Schlagern, die auf der Suche nach geduldigen Hörern sind.

Doch zuerst zum Cover:

Als menschgewordener Silberschweif starrt Strunk Besitzer und Kaufinteressenten seiner Scheibe blöde an, ein psychodelischer Hintergrund im Jugendstil verweist auf eine Grenzdebilität, mindestens jedoch auf die verwirrte Kunst des Selfmade-Künstlers Strunk. Das macht die Soundexperimente des Werkes nicht besser, beeindruckt aber – außerdem kann niemand auf keinen Fall ernsthaft behaupten, nicht in gewisser Weise gewarnt worden zu sein.

Regressforderungen fallen ebenso aus:

Diese Platte ist vom Umtausch ausgeschlossen! Und zwar aus gutem Grund. Diese 12 Songs sind merkwürdig und unhandlich zu ertragen, da in kein Klischee zu pressen. Sowas ist merkwürdig und kann unter Umständen Angst machen.

Überhaupt Musik:

Weiß es Strunk, der immerhin das Rentenalter fast erreicht hat, wirklich nicht besser? Waren seine Ausflüge als „Mucker“, von ihm selbst in seinem Erstling „Fleisch ist mein Gemüse“ für alle Ewigkeiten manifestiert, nicht eindeutig genug? Seine Erfahrungen als Produzent pubertierender Schlager-Sternschnuppen nicht ausreichend? Wie tief kann ein Mann noch fallen? Hofft Strunk, sich wie ein grauer Wurm zu einer Art Helene Fischer entpuppen zu können? – Mann, das wird doch nix! Wie soll es nur weitergehen. Vor allem; wie soll das mit dem enden?

 

Anspieltipps:

1. Rien Ne Va Plus
2. Geht ja gar nicht.
7. Sex ohne Menschen
9. Fernsehkoch
12. Schwarzes Loch

 

jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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