Herausforderungen durch kulturellen Wandel

Herausforderungen durch kulturellen Wandel


Die Studie einer renommierten Unternehmensberatung offenbart Herausforderungen und Bedrohliches. Aufgrund der Digitalisierung würden demnach innerhalb der nächsten zehn Jahre rund 40 Prozent aller Jobs in der Versicherungsbranche vernichtet werden.

Gleichzeitig könnten aber etwa 20 Prozent neuer Jobs durch völlig neue Fachbereiche entstehen.

Neue Herausforderungen auch für gewachsene Mitarbeiter

Dennoch gibt sich die für die Studie verantwortliche Unternehmensberatung McKinsey & Company relativ gelassen. „Gewaltige Kündigungswellen“ würden nicht erwartet werden, so der Head of Insurance Europe bei McKinsey, Stephan Binder, während eines Fachkongresses in Düsseldorf. Denn jährlich würden bereits drei bis vier Prozent aller Arbeitsplätze in Versicherungsunternehmen durch Abwanderungen und dem Wechsel in den regulären Ruhestand abgebaut. Die meisten Mitarbeiter auf künftig überflüssigen Arbeitsplätzen in der Verwaltung und insbesondere im Schadenbereich, würden für neue Bereiche umgeschult werden können.

Das Gespenst des kulturellen Wandels

Viel wichtiger ist für die Versicherungen die Herausforderung, neue qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Der kulturelle Wandel wäre neben des Digitalisierungsbestrebungen die größte Herausforderung für die Branche, so der Appell von Dr. Walter Botermann, dem Vorstandsvorsitzenden der Alte Leipziger – Hallesche. Botermann ließ nebenbei durchblicken, dass bei seinem Unternehmen bereits 70 Prozent aller ambulanten Arzthonorare über die entsprechende App abwickelt werden. 50 Prozent aller Rechnungen würden bereits dunkel verarbeitet.

Dr. Rollinger rät zum Plagiat

Nach Meinung der R+V Versicherung AG sollte sich die Branche hingegen nicht vor der Konkurrenz von InsurTechs ängstigen. R+V Vorstandschef Dr. Norbert Rollinger rät dazu, InsurTechs zu kopieren: „Wenn die eine gute Idee haben, werden wir sie ganz schnell kopieren und unseren Kunden weitergeben“. Vorteil etablierter Versicherungskonzerne sei schließlich die hohe Zahl vorhandener Kunden. Und erst jetzt würden viele InsurTechs spüren, wie teuer und schwierig es ist, neue Kunden zu gewinnen. Rollinger ist überzeugt, dass einigen StartUps bald „die Luft ausgehen“ wird. Dennoch: „Digitalisierung ist keine heilige Kuh, die wir vor uns hertragen. Wir digitalisieren nur dort, wo es Kundennutzen bringt“, erläuterte der R+V-Chef selbstbewusst.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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