Mehr Gerechtigkeit im Gesundheitssystem

Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) hält das bestehende Gesundheitssystem für ungerecht und fordert mehr Gerechtigkeit und eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Kassenbeiträge. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sollen daran beteiligt werden.

Die damit erzielten Zusatzbeiträge sollen in Wissenschaft und Forschung fließen und für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Arbeitnehmer tragen Erhöhungen bisher allein

Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) wünscht sich eine Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung von Krankenkassenbeiträgen. VDEK-Verbandspräsident Uwe Klemens will, dass sich auch die Arbeitgeber am medizinischen Fortschritt beteiligen. Im Moment müssen die Beitragserhöhungen der Krankenkassen alleine von den Arbeitnehmern durch Zusatzbeiträge getragen werden. Dies wurde mit dem Finanzstruktur- und Qualitätsweiterentwicklungsgesetz festgelegt. Zuletzt wurde der allgemeine Beitragssatz zum 1. Januar 2015 auf 14,6 Prozent festgelegt. Der Arbeitnehmerbeitrag liegt darin bei 7,3 Prozent.

Risikostrukturausgleich nicht mehr zeitgemäß

Die Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Ulrike Elsner, fordert zudem, dass der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (RAS) überarbeitet wird, da es nicht mehr aktuell und zeitgemäss ist. Gegenüber dem Ärzteblatt beklagt Elsner, dass der RSA mittlerweile seine Funktion als Wettbewerbsantreiber der Krankenkassen nicht mehr erfüllen kann. Der Risikostrukturausgleich sollte als wesentliches Element der Gesundheitsreform die Versichertenstruktur zwischen den einzelnen Krankenkassen ausgleichen. So erhalten Kassen, deren Versicherte an behandlungsintensiven Krankheiten leiden, mehr Geld aus dem Fonds.

aus Wikipedia:

Der Risikostrukturausgleich (RSA) ist ein finanzieller Ausgleichsmechanismus in sozialen Krankenversicherungssystemen mit Wahlfreiheit zwischen den Krankenkassen. Um das Problem der Risikoselektion zu mindern, bezahlen entweder Krankenversicherer mit einer „guten“ Risikostruktur ihrer Versicherten Ausgleichszahlungen an Versicherer mit einer „schlechten“ Risikostruktur oder jene mit der „guten“ Risikostruktur erhalten geringere Zuweisungen von einer zentralen Stelle als solche mit einer „schlechten“ Risikostruktur. In der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist ein Risikostrukturausgleich seit 1994 eingeführt.

jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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Hannes iClaut
Gast

Wer sich mal mit der Materie beschäftigt und ausnahmsweise nicht seine Hose mit der Kneifzange öffnet wird schnell feststellen müssen, dass wohl kein Weg an der „umstrittenen“ Bürgerversicherung vorbei führt. Überhaupt. Bei welchem Klientel ist diese Versicherung „umstritten“? Doch bei den Bonzen, denen die Subventionen flöten gehen. Deshalb: Bürgerversicherung!

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