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Stress bewusst managen

Arbeitsrecht, Psychologie, Recht, Wissenschaft/ Psychologie

Wenn im Arbeitsalltag die Zeit knapper wird, die Konzentration erhöht und das Tempo zunimmt, ist man im Stress. Der Blutdruck nimmt zu und passt die inneren Zustände den äußeren Umständen an – doch Stress ist alles andere als negativ.

Stress beflügelt die Kreativität, fördert die Konzentration und sorgt dafür, schwierige Umstände auch unter hohem Druck zu meistern.

Durch Stress wachsen wir

Gäbe es keinen Stress, wäre dem Leben die Würze der Herausforderungen und Spannung entzogen. Stress hilft nicht nur im Beruf, sondern auch im privaten Bereich. Dort erkennt man Stress eher als positiven Einfluss und setzt sich entsprechenden Situationen sogar freiwillig aus – beim Sport oder im Freizeitpark. Stress ist allerdings nur in mäßigen Dosen positiv. Übermäßiger Stress oder Stresssituationen ohne anschließende Ruhephasen wirken schädlich und demotivierend.

Vorsicht vor Dauerstress

Schwierig ist es, wenn Stress zu einem Dauerzustand wird. Das liegt bereits nahe, wenn Zeitdruck der Normalzustand ist. Wird dieser Dauerzustand erkannt, sollten die Arbeitsabläufe geprüft und optimiert werden. Entsteht Zeitdruck durch sehr komplexe Tätigkeiten, kann eine Jobrotation mit Kollegen helfen, klare Prioritäten zu setzen und den Arbeitsalltag zu entschleunigen.

Stressfreie Zeiten planen

Auch ständige Unterbrechungen können Stress entstehen lassen. Störungsfreie Zeiten helfen hingegen, sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren und künstlichen Zeitdruck gar nicht erst entstehen zu lassen. Um sich regelmäßige störungsfreie Zeiten zu schaffen, sollten feste Zeitfenster eingerichtet werden, die für Kollegen und Mitarbeiter reserviert werden. Ganz wichtig ist jedoch die tägliche Stunde störungsfreier Konzentration – um sich täglich auf die wichtigsten Aufgaben und der Organisation laufender Todo´s zu konzentrieren.

Permanenter Stress macht krank

Der Stresspegel steht und fällt auch mit der Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld. Gerade in Großraumbüros ist die Lärmlast zum Teil sehr hoch und verursacht permanenten Stress des Unterbewusstseins. Ein gestresstes Unterbewusstsein wirkt allerdings am fatalsten, da die Betroffenen sich über ihre tatsächliche Stressbelastung kaum im Klaren sind. Wer dann seinen Arbeitsplatz nicht einmal in der Mittagspause verlässt und lieber vor dem Bildschirm isst, schädigt sich selbst.

Stress mit Sprengkraft

Auch persönliche Konflikte haben Stresspotenzial. Um sich aber nicht durch Meinungsverschiedenheiten stressen zu lassen, sollte man stets ein offenes Ohr für Unzufriedenheiten und Kritik haben – um gemeinsam und entspannt mit den Betroffenen nach praktikablen Lösungen zu siechen. Werden solche Gespräche vermieden und Probleme verdrängt, entwickelt sich ein Stresspaket mit erheblicher Sprengkraft.

Stressfreie Arbeitsatmosphäre ist wichtig für die Produktivität

Um als Führungskraft seine Mitarbeiter vor Stress zu schützen, sollte eine fundierte Prüfung der Arbeitsumgebung und -praxis angestellt werden. Um die Ergebnisse und Potenziale einer solchen Analyse richtig zu deuten, müssen nicht nur die Beschäftigten, sondern auch Experten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie Mitarbeiter aus der Personalabteilung und dem Betriebsrat einbezogen werden. Durch weitere Gespräche, Workshops und nachhaltigen Maßnahmen ist es möglich, eine weitgehend stressfreie Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Foto: Gabriel Matula

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