Quo vadis, IDD - Alternativen für Makler

Quo vadis, IDD – Alternativen für Makler


Versicherungsmakler fürchten sich vor 2018. Wird dann die umstrittene IDD bindendes Gesetz, würden besonders Makler unter vielen Nachteilen leiden.

Einige Makler sind jedoch trotz mangelnder Alternativen immer noch entspannt – die IDD würde in Deutschland sowieso nicht so streng umgesetzt, heißt es.

Es könnte viel schlimmer kommen

Dass es aber schlimmer als geplant kommen könnte, davon geht kaum einer der Betroffenen aus. Und vergißt dabei den Koalitionsvertrag, in dem als Zielvereinbarung die Stärkung der Honorarberatung sowie die Klärung des Provisionsabgabeverbots festgeschrieben wurde. Für Holger Kreuzkamp, Mylife-Vorstand und Fachanwalt für Versicherungsrecht, steht damit fest, dass der Gesetzgeber über die Anforderungen des IDD hinaus regulieren wird. Kreuzkamp ist davon überzeugt, dass es ganz sicher zu einer Neuregelung Versicherungsberater/ Versicherungsmakler kommen wird.

Finanzielle Einbußen für Makler garantiert

Makler sollten sich deshalb auf einiges gefasst machen. Denn sowohl der politische als auch der aufsichtsrechtliche Druck auf die Vertriebskosten von Versicherungs- und Finanzprodukten wird zunehmen. Da diese Kosten bis 2018 kaum sinken werden, kann man dann auch fest von einer Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) ausgehen. Dadurch wird es ohne alternative Honorareinahmen im Bereich der Altersvorsorge hinsichtlich der Provisionen zu finanziellen Einbußen für Makler kommen.

Versicherungsvermittler werden alles dürfen

Durch die strenge Trennung zwischen Provisions- und Honorarberatung seitens der Politik bleibt dem Versicherungsmakler, lediglich Bruttoprodukte gegen Provision beraten und vermitteln zu dürfen. Der rechtlich gestärkte Versicherungsvermittler hingegen darf theoretisch und rechtlich beraten, Produkte vermitteln, Kunden betreuen und seine Provisionen und Courtagen uneingeschränkt beanspruchen.

Übrigens: Honoraransprüche kann ein Versicherungsmakler lediglich vor dem 18. Januar 2017 beanspruchen, dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des IDD-Referentenentwurfs. Eine schrittweise Umstellung des Maklerbetriebs auf Honorarberatung ist also nicht möglich. Eine schnelle Entscheidung muss her: Versicherungsmakler bleiben – oder Versicherungsberater werden.

Viele Alternativen sind rechtlich unsicher

Die Idee eines Zwei-Firmen-Modell, um sowohl als Makler und als Vermittler tätig zu sein, ist rechtlich sehr umstritten. Dieser Schritt ist sehr aufwendig und kostenintensiv, am Ende könnte durchaus sogar eine Umgehungsstraftat vorliegen. Deshalb, so Holger Kreuzkamp im versicherungsmagazin, wäre es sinnvoller, sich weiterhin intensiv mit der IDD-Umsetzung zu beschäftigen und diese mit seinen eigenen langfristigen Unternehmenszielen in Einklang zu bringen. Besonders dass große Umsatzpotenzial der Versicherungsberater verspricht eine attraktivere Alternative für flexible Versicherungsmakler.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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