BEWEGTE KULTUR

Film und Fernsehen

Rezension; Film: „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“

Der dritte und letzte Teil der großartigen Berliner Trilogie nach den Bücher von Andreas Steinhövel hätte vieles werden können – schade, das es kein würdiger Abschied geworden ist, was vielleicht aber auch an der Literaturvorlage lag.

 

Dazu muß betont werden, dass die vorherigen beiden Teile großartig sind; die imaginäre Messlatte entsprechend hoch anlag. Bei derartigen Voraussetzungen sollte eigentlich für Experimente kein Platz sein.

 

Fitzke,

 

der schrullig-skurille Nachbar von Rico, mit sehr viel Sinn für Karikaturen einfühlsam gegeben von Milan Peschel, stirbt an einem Herzinfarkt. Er hinterlässt den jungen Detektiven Rico und Oskar seine Steinzucht samt wertvollen Forschungsaufzeichnungen – inklusive dem protagierten Diebstahlstein. Entgegen Oskars Einschätzung scheinen sich für diesen Nachlass auch noch andere zu interessieren. Womit der Film dann versucht an Fahrt aufzunehmen – per Eisenbahn geht es an die mecklenburgische Ostseeküste ans Meer, den Steindieben hinterher.

 

Der Frust

 

beginn aber bereits bei dem retrospektiven Kurzauftritt von Fitzke, der sich ja immerhin über die vergangenen Filmen als indirekter Hauptdarsteller entwickelte. Nicht zu verschmerzen sind ebenso die Mini-Auftritte von Karoline Herfurth als Filmmutter Tanja und ihrem Filmpartner Ronald Zehrfeld als Bühl. Für Zehrfeld gab es nichtmal einen einzigen Satz Text, was den Zuschauer dann doch ärgern muss.
Dafür dann aber rührige Filmminuten mit Detlev Buck als Oskars Vater Lars und die Entdeckung, dass Henry Hübchen und Ursela Monn ein ideales Filmpaar abgeben. Interessant war auch der Bösewicht, der vom Hamburger Schauspieler Fahri Yardim gespielt wurde.

 

Foto: 20th Century Fox