Schadensbilanz des Katastrophenjahres 2016

Die versicherten und gesamtwirtschaftlichen Schäden durch von Natur- und Menschen verursachten Katastrophen sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

So ist es 2016 zu einem versicherten Gesamtschadensvolumen von insgesamt rund 47 Milliarden Euro gekommen, wie der Schweizer Rückversicherer Swiss Re für die in Kürze erscheinende Sigma-Studie „Natural an man-made catastrophes in 2016“ ermittelte. Alleine in Deutschland sorgten die Unwetter „Elvira“ und „Klara“ für Schäden im Milliardenbereich.

Schadensbilanz liegt unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt

Somit ist im Vergleich zu 2015 eine Zunahme von fast einem Drittel zu verzeichnen. Bei denen von Menschen verursachten Katastrophen in Höhe eines Siebtels der Gesamtschäden handelt es sich nur um einen vergleichsweise geringen Anteil. Der größte Schadensbereich bezieht sich auf Naturkatastrophen mit einem Schadensvolumen von rund 40 Milliarden Euro. Nach Statistiken der Swiss Re handelt es sich dabei um etwa die Hälfte mehr als im Vorjahr, liegt dennoch leicht unter dem statistischen Zehn-Jahres-Schnitt.

Weltweit teuerster Versicherungsschaden in Japan

Dass sich 2016 die meisten Katastrophen in Regionen mit geringer Versicherungsdeckung ereignet haben, sei im Vergleich der Versicherungsschäden mit den gesamtwirtschaftlichen Schäden zu erkennen, der auf umgerechnet 152 Milliarden Euro beziffert wird. Gerade in eher abgelegenen Gebieten ist es im vergangenen Jahr zu zahlreichen starken Erdbeben gekommen, deren Schäden nur in Bruchteilen versichert waren. Der teuerste Schaden für die weltweite Versicherungsbranche wurde in Japan von einem Erdbeben verursacht, das zu 137 Todesopfern und zu zahlreichen Gebäudeschäden und Bränden geführt hat. Dort betrug der versicherte Gesamtschaden rund 4,8 Milliarden Euro.

Deutschland wurde im vergangenen Jahr von den Sturmtiefs „Elvira“ und „Frederike“ heimgesucht, die in vielen Ortschaften erhebliche Schäden verursachten und bei denen etwa ein Dutzend Menschen ihr Leben ließen. Dabei lag das geschätzte versicherte Schadenvolumen bei etwa 1,2 Milliarden Euro, 200 Millionen fielen auf Kraftfahrzeugschäden, die restliche Milliarde Euro auf Häuser, Hausrat, Gewerbe und Industrie.
Die Sigma-Studie soll im Frühjahr 2017 veröffentlicht werden.

jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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