Smart Home auch für Versicherungen interessant


Auch für Versicherungen ist das Thema Smart Home äußerst interessant. Größtes Hindernis scheint jedoch zurzeit noch der Datenschutz zu sein.

Auf dem Versicherungstag 2017 der Süddeutschen Zeitung in Bergisch-Gladbach waren sich Vertreter verschiedener Versicherungen darüber einig, dass Smart Home für die Branche ein „absolut relevantes Thema“ ist. Versicherer wären „dauerhaft am Kunden“, wenn entsprechende „Touchpoints“ dauerhaft besetzt werden könnten.

Wirklicher Gewinn ist der „Datenschatz“

Wichtig ist neben dem Datenschutz, dass Smart-Home-Lösungen Sorgenfreiheit und Sicherheit bieten und dabei nicht zu kompliziert sind, so Dr. Karsten Eichmann, Chef des Gothaer-Konzerns. Der wirkliche Gewinn liege nicht in der Vermarktung entsprechender Technik, sondern im „Datenschatz“. Durch Smart Home lässt sich feststellen, über welche Risiken der Kunde verfügt und wann er für welche Leistungen am besten anzusprechen ist. Allerdings gebe es aufgrund des restriktiven Datenschutzes erhebliche Wettbewerbsnachteile gegenüber weltweiten Internetfirmen, die in diesem Sektor aktiv sind.

Privatkunden müssen Datenschutz der Versicherer vertrauen

Mittlerweile würden Smart-Home-Lösungen von gewerblichen Kunden, Kommunen und Schulen sehr gut angenommen, nicht jedoch von Privatkunden. Martin Fleischer, Vorstand der Bavaria Direkt, sieht die Anreize bei Privatkunden hauptsächlich in den Motiven Komfort und Prestige und nicht als Versicherungslösung. Es muss gelingen, dass mit Smart Home auch Sicherheit und Versicherung verbunden wird. Wenn Privatkunden dem Datenschutz der Versicherer vertrauen würden, so Fleischer, dann würde eine große Chance für dieses Geschäft, das jetzt hauptsächlich mit Sensoren für Leckagen und Rauchmelder verbunden wird, bestehen.

Smart Home beseitigt keine Risiken, sondern warnt und wacht

Die Technologie, die dem Bereich Smart Home zugrunde liegt, kann aber auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, beispielsweise in der Pflege. Dort könnten entsprechende Sensoren verwendet werden, um beispielsweise das Wohlbefinden älterer Menschen zu überwachen und damit zu sorgen, dass Pflegebedürftige länger zu Hause bleiben können. Allerdings würde Smart Home keine Risiken beseitigen. So verhindern Rauchmelder keine Brände, sondern retten Leben. Und ureigenste Aufgabe von Versicherern ist nicht das Verhindern von Katastrophen, sondern der Ausgleich von Risiken im Kollektiv.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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