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Psychologie

und Wissenschaftsthemen

Wie sich Sympathie trainieren lässt

Sympathie ist eine wesentliche Grundlage für ein erfolgreiches Arbeits- und Sozialleben. Sympathische Menschen haben es leichter, Kontakte zu knüpfen und Anschluss zu finden. Sympathie gehört zu den „natürlichen“ Eigenschaften eines Menschen, die während der Kindheit und Jugend ausgeprägt werden.

 

Dennoch gibt es auch für die Introvertierten und Schüchternen Möglichkeiten, um sympathischer zu wirken.

Sympathie entsteht unterbewusst

 

Bei „Sympathie“ handelt es sich um die spontane Zuneigung zu einem Menschen auf Basis der Gefühlsebene. Sympathie wird kognitiv vom Unterbewusstsein erkannt und positiv aufgenommen. Ebenso ist eine Abneigung als negative Erkenntnis („Antipathie„) möglich. Grundsätzlich lässt sich also nicht steuern, ob eine fremde Person als sympathisch oder antipathisch, also umgangssprachlich „unsympathisch“, erkannt wird. Es lässt sich sehr vage begründen, weshalb wir jemanden sympathisch finden – oder nicht. Psychologen sehen hier einen genetischen Zusammenhang. Aufgrund bestimmter Merkmale erkennt das Unterbewusstsein eine Verwandtschaft zur sympathischen Person, wodurch die zurückhaltende Vorsicht im Umgang mit fremden Personen durch ein Sicherheitsgefühl verdrängt wird.

 

Sympathie und Antipathie feststellen

 

Wenn also Sprache, Verhalten und Aussehen einer Person uns unbekannt vorkommt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Antipathie wesentlich größer, als wenn uns diese Person ähnelt. Gleichzeitig mit dem Gefühl der Sympathie entsteht schnell ein hoher Grad an Vertrauen – weshalb es gerade auch für Verkäufer sehr wichtig ist, Sympathie auszustrahlen. Allerdings ist dieser erste Eindruck ein Scheinbild der tatsächlichen Person gegenüber – denn auch unser Unterbewusstsein schließt von uns auf andere. Umso wichtiger ist es, diese Eindrücke einer Sympathie oder Antipathie bewusst zu machen und diesen unterbewussten Signalen grundsätzlich erst mal zu misstrauen. Als antrainierter Selbstschutz, um sich nicht fatal in Menschen zu täuschen.

 

Vorsicht vor Psychopathen!

 

Denn nicht selten rundet sich das Persönlichkeitsbild nach dem eigentlichen Kennenlernen ab und schlägt ins Gegenteil um. Denn gerade Menschen mit narzisstischen oder psychopathischen Neigungen verstehen es blendend, ihre Register an Charisma und Sympathie manipulativ auszuspielen. Die Betroffenen zweifel dann nicht selten an sich persönlich – obwohl sie selbst manipuliert wurden und sich höchstens zu sehr auf ihr Unterbewusstsein verlassen haben.

 

Sympathie trainieren

 

Wer an seiner eigenen Sympathie arbeiten möchte, sollte sich zuerst mit seinem persönlichen Verhältnis zur Authentizität, dem Charisma und seiner Toleranz beschäftigen. Wer nicht authentisch ist, kopiert bestimmte Verhaltensweise und Handlungen. Meistens entsteht dazu eine Verkrampftheit, die zwangsläufig zu Problemen führt. Innere Ausgeglichenheit und Unverstelltheit führt zu Authentizität, die letztlich Akzeptanz fördert. Der Weg zur Akzeptanz führt über Ehrlichkeit.

 

Der richtige Weg

 

Mit dem Charisma sieht es schon schwieriger aus. Charisma entwickelt sich, lässt sich selbst kaum steuern und wird seit der Kindheit aufgrund von sozialen Erfahrungen geprägt. Dementsprechend lässt sich Charisma auch nur sehr schwer trainieren oder beeinflussen. Zum Charisma gehört auch eine natürliche Körpersprache, die sich durchaus trainieren lässt. Eine natürliche Körpersprache ist eine offene, authentische Körpersprache, zu der unbedingt ein Augenkontakt mit dem Gegenüber gehört.

Weitere wichtige Punkte, um sympathischer zu wirken ist die Fähigkeit, geduldig zuzuhören und absolute Zuverlässigkeit. Wer daran arbeitet und täglich real „trainiert“ wird aufgrund der Reaktionen schnell feststellen, auf dem richtigen Weg zu sein.

Foto:  © C.Scott – pixabay.com