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Versicherungs-Innendienst droht mit Streik

Arbeitsrecht, Finanzen, Recht, Texte, Versicherungen

Verhärtete Fronten zwischen verdi und den Arbeitnehmervertretern der Versicherungsbranche. Die Schlichtungsvorschläge seitens der Arbeitgeberseite wären „völlig unzureichend und wenig wertschätzend“.

Somit ist auch die zweite Verhandlungsrunde für Versicherungsbeschäftigte im Innendienst gescheitert – jetzt drohen die Arbeitnehmervertreter mit Streik.

Betriebliche Flexibilität in Zeiten der Digitalisierung

Es geht um die Arbeitsbedingungen von rund 170.000 Beschäftigten im privaten Versicherungsgewerbe. Die von verdi vertretene Arbeitnehmerseite fordert neben Gehaltsanhebungen auch neue Tarifverträge, um den Bestand von Arbeitsplätzen auch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung sicherzustellen. Doch die Arbeitgeberseite wollte mit dem Verweis auf die betriebliche Flexibilität auf diese Forderung nicht eingehen – auch nicht auf die geforderte Gehaltserhöhung von 4,5 Prozent. Das Angebot der Arbeitgeber bestand hingegen auf eine Gehaltsanhebung bis 2019 von jährlich 1,1 bis 0,9 Prozent.

Letzte Chance vor Streikmaßnahmen

Die verdi-Arbeitnehmervertreter sind entsetzt und erbost, dass weder eine angemessene Erhöhung der Entgelte, noch eine faire Regelung für die Zukunft der Arbeit in der Versicherungswirtschaft möglich scheint. Nun würde es „an den Beschäftigten selbst liegen, ihre Arbeitgeber zu einlenken zu bewegen“, so die verdi in einer Stellungnahme. Deshalb würden jetzt Streikmaßnahmen vorbereitet werden. Damit ist allerdings erst nach dem 2. Juni zu rechnen, dem nächsten Termin zwischen verdi und der Arbeitgeberseite des Versicherungverbandes AGV. Die verdi vertritt auch Arbeitnehmer der Gewerkschaft DVH und dem Bankangestelltenverband DBV.

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