Wenige zulässige Beschwerden über Versicherungsvermittler


Von den Beschwerden über Versicherungsvermittler, die 2016 beim Versicherungsombudsmann eingereicht wurden, waren nur wenige zulässig. Häufigster Grund war eine nicht ausreichende Dokumentationspflicht der Vermittler.

Insgesamt blieben die 344 eingereichten Beschwerden im Vorjahresvergleich relativ konstant, wie der Versicherungsombudsmann in seinem Tätigkeitsbericht feststellt.

Nur wenige Beschwerden wurden zugelassen

Unter diesen 344 Beschwerden waren 137 Vermittlerbeschwerden, von denen nur wenige zugelassen wurden. Die überwiegende Anzahl der unzulässigen Beschwerden bezog sich auf Sachverhalte, die nichts mit der Vermittlung von Versicherungsverträgen zu tun hatten, so der Versicherungsombudsmann Prof. Dr. Günther Hirsch bei der Vorstellung seines Jahresbericht für 2016. Der Ombudsmann ist gesetzlich zuständig für die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Versicherungsnehmern und Vermittlern. Für Konflikte zwischen Versicherungsvermittlern oder Beschwerden von Vermittlern und Versicherungsunternehmen ist der Ombudsmann nicht zuständig.

Rund 30 Eingaben wurden erfolgreich abgeschlossen

Schwerpunkt der für den Zeitraum 2016 eingereichten Vermittlerbeschwerden waren Beanstandungen bei Beratung und Vermittlung eines nicht benötigten oder aber unpassenden Versicherungsschutz. Häufig bezogen sich diese Beschwerden auf Lebens- oder Kfz-Versicherungen. Nur wenige Beschwerden bezogen sich auf den Ausgleich eines geltend gemachten Schadens. 116 beendete Beschwerden fielen in den Bereich der Vermittlerbeschwerden – davon konnte ein Viertel ganz oder zum Teil erfolgreich abgeschlossen werden. Das sind weniger beabeitete Beschwerden als im Vorjahreszeitraum.

Beratungspflicht häufig unzulässig

Prof. Dr. Günther Hirsch wies in seiner Eigenschaft als Versicherungsombudsmann insbesondere darauf hin, dass in den meisten Fällen der zulässigen Beschwerden besonders die Dokumentationspflicht nicht ausreichend nachgekommen wurde. Dabei wurden die entsprechenden Formblätter nur unzureichend ausgefüllt und auf die konkrete Situation des Antragsstellers wurde nur unzureichend Bezug genommen. Besonders häufig wäre dies bei Umdeckungen von Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen der Fall gewesen. Hier besteht jedoch seitens der Vermittler eine besondere Beratungspflicht, da es hier besonders um die Informationsweitergabe möglicher Nachteile bei einem Vertragswechsel geht. Besonders notwendig ist dabei, auf entstehende Kosten und wichtige Unterschiede im Versicherungsschutz hinzuweisen, so der Versicherungsombudsmann.

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jphintze

... verfasst journalistische und literarische Stoffe, fotografiert und ist als Schauspieler/ Sprecher tätig. Geboren 1971 in Schleswig-Holstein, aufgewachsen und fest verwurzelt in Lübeck.

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