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Wie man zur Kreativität und Motivation zurück findet

Psychologie, Wissenschaft/ Psychologie

Manchmal scheint sowohl berufliche Inspiration als auch persönliche Motivation verreist zu sein. Für Wochen scheint man dann in einem dunklen Loch versunken zu sein, aus dem herauszukommen unmöglich erscheint. Nicht selten sind derartige Phasen Vorboten schlimmerer Krisen.

Psychologen sprechen von einem „Kreativ-Burnout“ – und dieses Phänomen betrifft nicht nur „Kreative“, sondern Arbeitnehmer jeder Branche.

Burnouts keinesfalls leicht nehmen

Jeder Mensch ist davon betroffen, irgendwann in seinem Leben einen Punkt zu erreichen, an dem es an Ansporn und Motivation mangelt. Während sich Vertreter kreativer Berufe ganz professionell auf ihr kreatives Burnout einstellen und sich solchen Tiefs durchaus als berufliche Herausforderung stellen, können nüchterne Arbeitnehmer ernsthaft verzweifeln. Dabei sind die Möglichkeiten, wieder „Licht“ zu sehen, eigentlich sehr simpel und wirkungsvoll – unterschätzt werden sollten kreative Burnouts aber keinesfalls.

Flexible Arbeitsortswechsel einplanen

Ursächlich für ein kreatives Burnout ist nicht selten die Eintönigkeit des Alltags. Gerade wenn der Himmel grau ist, das Licht künstlich und die Tage gleichförmig ablaufen, fühlt sich unser Geist in eine Art „Hamsterrad“ versetzt. Wichtig wäre es deshalb, zuallererst die Arbeitsumgebung zu wechseln. Manchmal reicht es dazu aus, bereits den Arbeitsraum zu wechseln, manchmal ist ein Ortswechsel nötig. Eventuell hilft auch ein Home-Office auf die Sprünge; wobei insbesondere in Phasen eines kreativen Burnouts zu Hause besondere Gefahren bestehen.

Sport auch im Arbeitsalltag nicht unterschätzen

Nicht zu unterschätzen sind sportliche Aktivitäten. Besonders dieses„Hamsterrad“-Gefühl will uns vermitteln, endlich aus der täglichen Gleichförmigkeit auszubrechen. Da die meisten Tätigkeiten sitzend verbracht werden, ist ausreichende Bewegung umso wichtiger. Regelmäßiger Sport sorgt nicht nur für den Abbau von Stress und einer geistigen Ablenkung, die zu neuer Kreativität führt – sondern hilft der gesundheitlichen Prävention, verlangsamt den Alterungsprozess und stärkt nachhaltig die körpereigenen Abwehrkräfte. Zeitmangel ist dabei nur eine schlechte Ausrede – wer meint, keine Zeit für den körperlich-geistigen Ausgleich zu finden, sollte einfach öfter mal sein Auto zuhause lassen oder auf öffentliche Verkehrsmittel wechseln. Bereits ein „bisschen“ mehr Bewegung kann Wunder bewirken.

Sich zu Auszeiten verpflichten

In vielen Branchen sorgen Arbeitszeiten über die 40-Stunden-Woche hinaus für Druck und Belastung, der Burnouts begünstigt. Aufgrund digitaler Möglichkeiten und virtueller Verfügbarkeit sogar manchmal darüber hinaus. Doch Körper, Geist und Kreativität benötigen Auszeiten. Deshalb: Jahresurlaub nicht konzentriert, sondern verteilt nehmen und öfter mal verlängerte Wochenenden einplanen.

Ein Burnout ist aber immer ein individuelles Problem. Allheilmittel gibt es keine, auch der Verlauf ist verschieden. Bei manchen Betroffenen verschwindet dieses Phänomen bereits nach Tagen oder Wochen, bei anderen entwickelt sich dieses Tief zu einer seelischen Krise. Bis zur Depression. Umso wichtiger ist es deshalb, dass sich jeder auf die Möglichkeiten eines Burnouts präventiv einstellt. So sollten auch Erholungsphasen zur täglichen Routine gehören – der Jahresurlaub reicht nicht allein zu seelischer und körperlicher Rekonvaleszenz.

Foto: PIXABAY/ geralt

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