Bitte warten...

Wie Mitarbeiter gehalten und Kündigungen verhindert werden

Psychologie, Texte, Wissenschaft/ Psychologie

Folge mir auf Twitter

Deutschlands Personaler schlagen Alarm: Gut ausgebildete Mitarbeiter wechseln ihren Arbeitgeber immer häufiger. Gründe für Kündigungen sind hohe Arbeitsbelastungen, ein schlechtes Betriebsklima, mangelndes Vertrauen und wenig Flexibilität.

Eine aktuelle Studie der Karriereberater von Rundstedt ermittelte und analysierte die aktuellen Kündigungstrends.

Gutes Personal wird Mangelware

In Zeiten von Fachkräftemangel und revolutionären Veränderungen der Arbeitswelt ist es für Unternehmen zunehmend schwieriger geworden, kompetente und passende Mitarbeiter zu finden. Nach Ansicht führender Personalexperten wird es in Zukunft jedoch auch immer schwieriger, die gute Leute zu halten. Die Stimmung auf dem Arbeitsmarkt wird immer positiver, nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung entstehen für gut ausgebildete Fachkräfte immer mehr Wechselalternativen.

Firmentreue wird rar

Und die traditionelle Firmentreue haben die meisten Arbeitnehmer schon längst abgelegt. Wenn neue Perspektive vorhanden sind, die gewohnte Arbeitsumgebung eingefahren wirkt und das Gefühl überwiegt, die eigene Berufspersönlichkeit höchstens unzureichend weiterentwickeln zu können, dann sind Mitarbeiter bereit und davon überzeugt, das eigene Unternehmen zu verlassen und den Arbeitgeber zu wechseln. Und wenn kompetente Mitarbeiter in Schlüsselpositionen kündigen, kann dem Unternehmen ein nicht unerheblicher Schaden entstehen – abgesehen vom kostenintensiven Aufwand, die offenen Stellen neu zu besetzen.

Vorsicht vor aufgelaufenen Überstunden

Das Karriereberatungsunternehmen von Rundstedt hat die Kündigungsgründe in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. So soll der Hauptkündigungsgrund von Arbeitnehmern in angefallenen Überstunden liegen, für die kein, bzw. nur geringer Ausgleich erstattet wurde. Rund 68 Prozent der Befragten gaben zu, ihren Job umgehend kündigen zu wollen, sollte der Arbeitgeber für die geleistete Mehrarbeit keine oder nur unzureichende Kompensation leisten. Das Thema „Überstunden“ wird gefolgt von der Stimmung des Betriebsklimas. 65 Prozent der Studienteilnehmer würden den Job wechseln, wenn es zu langfristigen Spannungen im Kollegenkreis kommt. Ganze 60 Prozent der Befragten sehen selbst in stringenten Timelines, die zu Stress und Druck führen, einen Kündigungsgrund.

Akademiker sind empfindlicher

Unterschiede gibt es analog dem Bildungsgrad der Arbeitnehmer. So reagieren Hochschulabsolventen wesentlich empfindlicher auf Überstunden und einer schlechten Stimmung. Akademikern ist es auch immer wichtiger, über eigene und andere Fehler zu diskutieren. Außerdem spielt offenbar auch der Grad an Eigenverantwortlichkeit eine überdurchschnittlich große Rolle. Rund 13 Prozent der befragten Akademiker würden einen beruflichen Wechsel planen, wenn keine oder nur eine geringe Entscheidungsbefugnis besteht.

Optimales Arbeitsumfeld schafft stabile Personalstrukturen

Um Mitarbeiter zu halten, muss das gesamte Arbeitsumfeld stimmen. Dazu gehört eine angemessene Kommunikationskultur, die ganz nebenbei auch die Wertigkeit der Mitarbeiter betont und Probleme löst, bevor diese richtig entstehen können. Flexible Zeitkonten stellen den Schlüssel für gerechte Überstundenregelungen dar. Ein solches Werkzeug schafft Entlastung und beugt Stress vor. In den Werkzeugkasten für eine optimale Personalpolitik gehören selbstverständlich auch attraktive Leistungsanreize, wie regelmäßige, leistungsbezogene Gehaltserhöhungen. Die Förderung einer sinnvollen Mitarbeiterentwicklung wie Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten runden den idealen Arbeitsplatz ab.

Foto: Alex Kotliarskyi – Unsplash

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen