Immobilien mit Versicherungslücken

Immobilien mit Versicherungslücken

Spricht ein Makler das Thema Elementarschadenversicherung an, bestehen bei den Versicherten erhebliche Missverständnisse und Unklarheiten. Hauptsache billig – obwohl Versicherungslücken teuer werden und auf staatliche Hilfen kein Verlass ist.

Bayern hat Finanzhilfen bei Elementarschäden abgeschafft, weitere Bundesländer wollen folgen.

Keine staatlichen Hilfen

Das Bundesland Bayern hat bereits zum 1. Juli 2019 sämtliche Finanzhilfen bei Elementarschäden abgeschafft. Damit bestehen für rund 64 Prozent aller bayerischen Haus- und Immobilienbesitzer erhebliche Versicherungslücken. Nur etwa 33 Prozent verfügen, laut einer Umfrage der Nürnberger Versicherung, über einen angemessenen Schutz gegen Naturgefahren bei Starkregen und Überschwemmungen.

Versicherte oft in Unkenntnis

Besonders schlimm ist dabei, dass jeder zweite Betroffene der Meinung ist, dass seine Wohngebäude– oder Hausratversicherung optimal ist und alle Schäden automatisch abdeckt. Die üblichen Wohngebäude- und auch Hausratversicherungen schützen Immobilien nur in einer erweiterten Naturgefahrenversicherung vor Schäden durch Naturgewalten.

Junge Versicherte vielfach ahnungslos

34 Prozent der Befragten haben an, dass für ihre Immobilie kein Risiko durch erweiterte Naturgefahren besteht. 15 Prozent sind der Meinung, sich diesen Zusatzbaustein schlicht nicht leisten zu können. Etwa 14 Prozent, darunter besonders viele junge Menschen unter 30 Jahren, gaben an, die Naturgefahrenversicherung überhaupt nicht zu kennen. Rund ein Viertel der 18- bis 29-jährigen will von dieser Zusatzversicherung niemals etwas gehört haben. Hier besteht für Makler und Vermittler ein besonders hoher Beratungs- und Handlungsbedarf.    

Foto: © Rolands Varsbergs – unsplash.com


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