Verzicht auf Alkohol ist immer sinnvoll

Verzicht auf Alkohol ist immer sinnvoll

Um das Thema gleich am Anfang zu entschärfen: Im folgenden Beitrag geht es um Alkohol und den Verzicht darauf – jedoch nicht primär um Alkoholismus und Alkoholiker. Es geht darum, dass Alkohol ein breites Genussmittel ist und dass außerdem auch bei mäßigem Genuss ein zeitweiser Verzicht sinnvoll ist.

Eine Umfrage der DAK ergab, dass zwölf Prozent der Befragten angab, als Neujahresvorsatz weniger Alkohol trinken zu wollen.

Ist kurzer Verzicht sinnvoll?

Wer täglich Alkohol genießt, ist noch lange kein Alkoholiker. Aber manche haben sich an ihren Konsum gewöhnt und gestehen sich manchmal nicht ein, verzichten zu können. Außerdem: mäßiger Genuss, beispielsweise ein tägliches Glas Rotwein, soll durchaus gesund sein. Aber: Nutzt ein kurzfristiger Verzicht überhaupt?

Sich selbst kritisch hinterfragen

Grundsätzlich rät die “Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)” dazu, den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu reflektieren. Das hat den psychologischen Nutzen, das man selbst feststellt, wie schwer oder wie leicht es einem fällt, seinen Alkoholkonsum zu reduzieren. Wer jedoch bei der Beantwortung dieser Frage bereits leichte Verdrängungsmotivationen verspürt oder den “trockenen Monat” bereits nach drei Tagen abbricht, sollte sich entsprechend beraten lassen.

Egal ob “hart” oder “weich”

Manche hinterfragen auch den Sinn, temporär komplett auf alkoholische Getränke zu verzichten. Einen Nachweis, ob zeitweiser Verzicht den Körper entgiftet oder neben der Psychologie einen weiteren Nutzen hat, gibt es nicht. Es gibt dazu nämlich kaum Studien und so gut wie keine Evidenz. Dennoch gilt für Mediziner bei Alkohol der Grundsatz: Je weniger, je besser. Denn das Krankheitsrisiko für Erwachsene liegt bei einer Tagesmenge ab zwölf Gramm reinen Alkohol (Frauen), bzw. 24 Gramm (Männer). Dabei ist es egal, ob “harte” oder aber “weiche” alkoholische Getränke konsumiert werden.

Regeneration

Wer mehr trinkt, schädigt (zumindest das ist wissenschaftlich belegt) auf jeden Fall seine Leber und provoziert weitere chronische Krankheiten. Aber auch, wer weniger als die medizinisch empfohlene Tagesmenge konsumiert, hat keine Garantie, deshalb gesund zu bleiben. Wer aber manchmal mehr, selten sogar erheblich mehr trinkt, sollte seine Leber regelmäßig entgiften. Denn dieses lebenswichtige Organ kann sich selbst reinigen, die Leber verträgt so einiges und verfügt über ein erhebliches Regenerationspotenzial. Dazu empfehlen Mediziner einen Verzicht von mindestens vier bis acht Wochen.

regelmäßiger Verzicht

Das Problem bei Leberschädigungen ist, dass diese kaum auffallen. Denn die Leber tut nicht weh. Eine Überlastung der Leber durch Gifte kann allerdings Ablagerungen im Gehirn produzieren, die für Müdigkeit verantwortlich sind. Und außerdem kann regelmäßige – auch moderater – Alkoholkonsum zu Krebs führen. Fachleute schätzen, dass jährlich weltweit rund 700.000 Menschen aufgrund ihres Konsums an Krebs erkranken; insbesondere an Brust-, bzw. Darmkrebs. Nicht zuletzt ist Alkohol ziemlich kalorienreich und blockiert die Fettverbrennung. Die gewohnten Biere am Feierabend sorgen also nicht nur für einen Bierbauch, sondern langfristig zu Übergewicht. Experten empfehlen deshalb, die tägliche Höchstmenge an Alkohol nicht zu überschreiten und an mindestens zwei Tagen der Woche gänzlich auf Drinks zu verzichten.    

FOTO: © Adam Wilson – unsplash.com


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