Wissen konservieren und vermitteln

Wissen konservieren und vermitteln

Um Märkte und Kunden zu verstehen, benötigen Manager ein sinnvolles Wissensmanagement. Nur mit Wissen ist man in der Lage, bestimmte Aufgaben zu lösen und auch unerwarteten Problemen zielgerichtet und effektiv zu begegnen. Gerade das digitale Zeitalter verfügt über Möglichkeiten eines schnelleren und vereinfachten Wissensmanagement.

Dabei gibt es sowohl kommerzielle, als auch open-source-Lösungen zum digitalen Wissensmanagement.

Datenbank zu den wichtigsten Interna

Ein Wissensmanagement beantwortet die wichtigsten Fragen eines Unternehmens, beispielsweise über aktive Märkte, eigene Produkte und die Zielgruppen des Marketing – und entscheidet häufig darüber, wie leistungsfähig und erfolgreich ein Unternehmen ist und wie schnell auf neue Herausforderungen reagiert werden kann. Im Wissensmanagement spiegeln sich die strategischen Entscheidungen und sammeln sich die Erfahrungen der Vergangenheit.

Offene Lösungen

Es gibt mittlerweile zahlreiche Softwaretools zu diesem Bereich. Wichtig neben den plattformabhängigen Voraussetzungen, etwa ob die Software auf dem eigenen Server läuft oder Cloud-basiert laufen sollte und ob auch mobil auf die Daten zugegriffen werden muss, sind die sachlichen Erfordernisse. Wissen sollte auf keinen Fall verloren gehen und so gespeichert und dokumentiert werden, dass alle Mitarbeiter es für ihre künftige Arbeit sinnvoll nutzen können.

Säule des digitalen Managementprozess

Wissensmanagement ist Bestandteil eines systematischen und zielorientierten Managementprozesses. Die relevante Frage im Zeitalter der Digitalisierung lautet, wie es gelingt, die Wissensbasis für die Zukunft erfolgreich zu wahren und stets zu aktualisieren. Daher wird zwischen zwei Arten von Wissen unterschieden: Dem expliziten Wissen (fachliches Wissen, dass durch Sprache, Schrift und Bild eindeutig kodifiziert und dokumentiert werden kann) sowie implizites Wissen (Wissen aus Erfahrungen, Erinnerungen, Fähigkeiten und Überzeugungen).

Es kommt auf die Akteure an

Natürlich ist die Vermittlung und Dokumentation von expliziten Wissen wesentlich einfacher. Häufig handelt es sich dabei auch um durch Aus- und Weiterbildung, Regeln, Gesetze, Normen und Richtlinien “gewachsenes” Wissen. Schwieriger ist die Handhabung implizites Wissen. Implizite Wissensinhalte müssen für der Dokumentation und Nutzung erst durch Analysen und Studien gesammelt und anschließend in explizites Wissen umgewandelt werden. Implizites Wissen ist aber häufig schwer greifbar und erheblich durch Einstellungen, Überzeugungen und Haltungen verknüpft. Eine Aneignung implizitem Wissen ist oft nur nach individuellen Einstellungs- und Verhaltensänderungen des künftigen Wissensträgers oder -nutzer möglich. Besonders bei komplexen Aufgaben ist oft mehr implizites Wissen nötig, um optimale Lösungswege zu finden. Wichtig ist es, dabei Verknüpfungen mit dem expliziten Wissen zu schaffen und dieses dabei neu auszurichten. Denn explizites Wissen ist zwar beständig und über Generationen gewachsen, veraltet aber gerade deshalb und besonders in Zeiten produktiver Umbrüche.

Fortlaufender Prozess

Gerade deshalb haben viele Unternehmen erkannt, dass Wissensmanagement ein fortlaufendes Projekt ohne Anfang und Ende darstellt. Bisherige Lösungen des Wissensmanagements sollten jedoch stets geprüft und angepasst werden. Das gelingt, wenn Wissensmanagement zu einem iterativen Prozess wird, der sich ständig selbst hinterfragt und stets Agilität bewahrt. Damit kann das Unternehmen schneller und agiler auf neue Herausforderungen reagieren und ist damit fit für die Zukunft.      

Foto: © Timo Volz – unsplash.com


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